 | Sams Befreiung »Ja, das sind sie. Der Tod Intschu tschunas und seiner Tochter hat sie jedenfalls mit Wut erfüllt; sie kochen Rache und werden sich wie tolle Hunde, wie wütende Raubtiere verteidigen. Aber unser müssen sie doch werden. Winnetou wenigstens muß ich auf alle Fälle fangen.«
»Warum ihn?«
»Der Nuggets wegen. Er ist nun wahrscheinlich der einzige, welcher den Fundort kennt.«
»Und wird ihn keinem Menschen verraten.«
»Auch dann nicht, wenn wir ihn gefangen nehmen?«
»Nein.«
»Ich martere ihn so lange, bis er mir das Geheimnis mitteilt.«
»Er wird dennoch schweigen. Dieser junge Hund der Apachen spottet aller Qualen. Und wenn er weiß, daß wir kommen, wird er sich hüten, in unsere Hände zu fallen.«
»O, ich weiß, wie wir es anfangen müssen, ihn in unsere Gewalt zu bekommen.«
»Wenn du es weißt, so sage es uns!«
»Wir brauchen nur die Falle, welche sie uns gestellt haben, schlau zu benutzen.«
»Eine Falle haben sie uns gelegt? – Welche?«
»Sie wollen uns in eine enge Schlucht locken, in welcher wir keinen Platz zur Verteidigung haben, und uns da gefangen nehmen.«
»Uff! Weiß mein Bruder Santer dies genau?«
»Ja.«
»Kennt er auch die Schlucht?«
»Ich bin drin gewesen.«
»Erzähle mir, wie du es erfahren hast!«
»Ich habe viel, sehr viel gewagt. Wenn man mich bemerkt hätte, so wäre ich jedenfalls dem gräßlichsten Martertode verfallen, und ich bin verteufelt froh, daß es so glücklich abgelaufen ist. Diesen guten Erfolg habe ich nur dem Umstande zu verdanken, daß ich den Weg nach dem Nugget-tsil schon einmal gemacht hatte und die Oertlichkeit da oben, wo die Gräber stehen, kannte.«
»Die Gräber? Winnetou hat also, so wie ich es vermutete, seine Toten da oben begraben?« |
 |  |
 |