 | Sams Befreiung kleine Genugtuung für mich, daß ich jetzt hier so viel erlauschte, während Santer bei uns gar nichts erfahren hatte.
»So nahe bist du diesem Hunde gewesen?« rief der Kiowa aus. »Warum hast du ihm dein Messer nicht von hinten in das Herz gestoßen?«
»Konnte mir nicht einfallen!«
»Warum nicht?«
»Weil ich dadurch alles verdorben hätte. Welch einen Lärm hätte das gegeben! Die Apachen wären zu Winnetou gerannt, und dieser hätte erfahren, daß sein Plan verraten ist. Da wäre es mir nicht mehr möglich gewesen, ihn zu fangen, und wie wollte ich dann zu den Nuggets kommen, welche ich haben muß!«
»Du wirst sie überhaupt nicht erhalten. Befindet sich Old Shatterhand noch dort, wo du ihn verlassen hast?«
»Ich hoffe es.«
»Du hoffst es nur? So ist es also möglich, daß er fort ist? Ich denke, er will auf uns warten!«
»Das wollte er; aber nun kann es sein, daß er diesen Vorsatz aufgegeben hat.«
»Welchen Grund könnte er dazu haben?«
»Er weiß, daß er beobachtet worden ist.«
»Uff! Wie konnte er es erfahren?«
»Durch ein Loch, durch ein fatales, verfluchtes Loch, welches sich im Erdboden befand, vielleicht von irgend einem Tier gegraben.«
»Können Löcher sprechen?«
»Unter Umständen, ja. Dieses wenigstens hat gesprochen. Ich wollte mich fortschleichen und drehte mich um. Dabei mußte ich das Körpergewicht auf die Hände legen und brach mit der rechten durch den weichen Boden in ein darunter befindliches Loch, wobei ein Geräusch entstand, welches Old Shatterhand hörte. Er drehte sich augenblicklich um und muß mich gesehen haben, denn als ich nun schnell aufsprang und fort wollte, war er ebenso rasch auf und hinter mir her. Beinahe hätte er mich erwischt, denn er ergriff meinen Rock; ich riß mich aber los und huschte nach der Seite. Er rief zwar, daß ich stehen bleiben solle, sonst werde er schießen, doch fiel es mir |
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