»Winnetou will allein mit mir reiten.«
»So kann ich nichts dagegen haben.«
»Ihr würdet auch Euern neuen Jagdrock zu Schanden machen, lieber Sam!«
»Allerdings, das ist wahr. Blutflecke sind nichts für ein so feines Habit.«
Er ging, drehte sich aber nochmals um und fragte: »Meint Ihr nicht, Sir, daß mein alter Anzug doch viel praktischer war?«
»Möglich.«
»Nicht nur möglich, sondern sehr wahrscheinlich.«
Damit war die Sache für heute abgemacht. Aber in den nächsten Tagen wurde Sam immer nachdenklicher und einsilbiger. Sein Mond schien immer weiter abzunehmen. Da, eines Morgens sah ich ihn aus seiner Wohnung treten – – – im alten Anzuge!
»Was ist denn das, Sam?« fragte ich ihn. »Ich denke, Ihr habt dieses Habit abgelegt, oder gar "weggeschmissen", wie Ihr Euch ausdrücktet.«
»War auch so.«
»Und es doch wieder hervorgesucht!«
»Yes.«
»Vor Aerger?«
»Natürlich! Bin förmlich wütend!«
»Auf das letzte Viertel?«
»Ist Neumond geworden. Kann und mag diese Kliuna-ai gar nicht mehr sehen!«
»Habe es Euch also ganz richtig prophezeit!«
»Ja. Ist genau so geworden, wie Ihr sagtet. War aber eine Bewandtnis dabei, die mich fuchsteufelswild gemacht hat.«
»Darf ich erfahren, welche?«
»Ja, Euch will ich es sagen. War also gestern wieder bei ihr. Hat mich in den letzten Tagen schlecht behandelt, sehr schlecht, mich fast gar nicht angesehen und mir immer nur ganz kurz geantwortet. Sitze also gestern bei ihr und lehne mich dabei mit dem Kopf an einen hölzernen Pfahl. Dieser mag einen Splitter gehabt haben, an den mein Haar geraten ist. |