Als ich aufstehe, um zu gehen, gibt's einen gewaltigen Zupfer auf meinem ehrwürdigen Schädel; da drehe ich mich um, und was sehe ich da, Sir – was sehe ich?« »Eure Perücke, wie ich vermute?« »Ja, meine Perücke ist an dem Holzsplitter hängen geblieben und der Hut heruntergerissen worden und zu Boden gefallen.« »Da wurde natürlich der frühere hübsche Vollmond zum Neumonde?« »Ganz und gar! Erst stand sie da und starrte mich an wie – wie – nun, wie einen Menschen, der auf dem Kopfe keine Haare hat.« »Und dann?« »Dann schrie und heulte sie, als ob sie selber einen Glatzkopf hätte.« »Und endlich?« »Endlich? Nun, endlich wurde Neumond draus. Sie stürzte nämlich fort und war nicht mehr zu sehen.« »Vielleicht geht sie Euch bald wieder als erstes Viertel und Vollmond auf!« »Die nicht! Sie hat mir's nämlich sagen lassen.« »Was?« »Daß ich nicht mehr zu ihr kommen soll. Sie will nämlich dummerweise nur einen solchen Mann haben, der Haare auf dem Kopfe hat. Ist das nicht höchst albern?« »Hm!« »Da wird nichts gehmt, Sir! Wenn eine Frau heiratet, kann es ihr doch höchst gleichgültig sein, ob ihr Mann seine Haare auf dem Kopfe oder in der Perücke hat, wenn ich mich nicht irre. Es ist sogar weit ehrenvoller, sie in der Perücke zu haben, denn da haben sie Geld gekostet; wachsen aber tun sie umsonst!« »So würde ich an Eurer Stelle sie mir auch wachsen lassen, lieber Sam!« »Verehrter Sir, Euch soll der Kuckuck holen! Ich suche Trost in meinem Liebesgram und Heiratskummer bei Euch und bekomme Spott zu hören. Ich wollte, Ihr hättet auch eine Perücke und dann eine rote Witwe, die Euch zur Türe hinauswirft. Gehabt Euch wohl!« |