 | »Schöner Tag« Damit brach er kurz und in warnendem Tone ab, und das Gespräch nahm eine andere Wendung. Dasselbe wurde nach einiger Zeit durch Sam unterbrochen. Intschu tschuna, Winnetou, Nscho-tschi und ich saßen mit dem Rücken nach dem Gebüsch gekehrt; Sam, Dick und Will hatten die Plätze an der andern Seite des Feuers inne und also das Gesträuch vor ihren Augen. Mitten in der Unterhaltung stieß Hawkens einen Ruf aus, griff nach seinem Gewehre, legte es an und schickte eine Kugel in die Büsche. Dieser Schuß versetzte natürlich das ganze Lager in Alarm. Die Indianer sprangen auf und kamen herbei. Auch wir erhoben uns schnell und fragten Sam, warum er geschossen habe.
»Ich habe zwei Augen gesehen, welche hinter Intschu tschuna aus dem Gesträuch hervorblickten,« erklärte er.
Sofort rissen die Roten Brände aus den Feuern und drangen in das Gebüsch ein. Ihr Suchen war vergeblich. Man beruhigte sich und setzte sich wieder nieder.
»Sam Hawkens wird sich geirrt haben,« sagte Intschu tschuna. »Bei einem flackernden Feuer sind solche Täuschungen sehr leicht möglich.«
»Sollte mich wundern; glaube, die zwei Augen ganz gewiß gesehen zu haben.«
»Der Wind wird zwei Blätter umgedreht haben; mein weißer Bruder hat da ihre untere Seite gesehen, welche heller ist, und sie für Augen gehalten.«
»Das wäre allerdings möglich; habe also Blätter totgeschossen – hihihihi!«
Er lachte in seiner Weise in sich hinein. Winnetou betrachtete die Sache nicht von dieser spaßhaften Seite, sondern sagte in ernstem Tone:
»Mein Bruder Sam hat auf jeden Fall einen Fehler begangen, vor welchem er sich später stets hüten mag!«
»Einen Fehler? – Ich? – Wieso?«
»Es durfte nicht geschossen werden.«
»Nicht? Das wäre! Wenn ein Spion im Busche steckt, so habe ich das Recht, ihm eine Kugel zu geben, wenn ich mich nicht irre.«
»Weiß man, ob der Späher feindliche Absichten hat? Er |
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