Polsterstuhl zwischen den Beinen. Hier könnt Ihr bei jedem Regen und Gewitter die edle Gottesgabe aus erster Hand genießen, dort aber reckt Ihr beim ersten Tropfen, welcher fällt, einen roten oder grünen Schirm zum Himmel auf. Hier seid Ihr ein frischer, freier, froher Mann mit der Büchse in der Faust, dort hockt Ihr am Schreibepult und verschwendet Eure Körperkraft an einem Federhalter oder Bleistifte, der – – – na, ich will aufhören und mich nicht weiter aufregen. Aber wenn Ihr wirklich willens seid, der Lehrer Eurer Leser zu werden, so seid Ihr der beklagenswerteste Mann, den es auf Gottes schöner Erde geben kann!«
Er hatte sich in eine nicht geringe Aufregung hineingeredet; seine Aeuglein blitzten und seine Wangen glühten, soweit der dichte Vollbart dies sehen ließ, im allerschönsten Zinnoberrot, grad so wie seine Nasenspitze. Ich ahnte, was ihn so wild machte, und da es mir von Wert war, es aus seinem Munde zu hören, so schüttete ich noch mehr Oel in das Feuer, indem ich sagte:
»Aber, liebster Sam, ich versichere Euch, daß es Euch selbst große Freude machen würde, wenn ich dazukäme, meinen Vorsatz auszuführen.«
»Freude? Mir? Bleibt mir doch mit solcher Albernheit vom Leibe; Ihr müßt nun endlich wissen, daß ich solche Witze nicht vertragen kann!«
»Es ist kein Scherz, sondern Ernst.«
»Ernst? Da schlage doch der Donner drein, wenn ich mich nicht irre! Inwiefern denn Ernst? Worüber sollte ich mich denn da freuen?«
»Ueber Euch.«
»Ueber mich?«
»Ja, über Euch selbst, denn Ihr würdet auch in meinen Büchern stehen.«
»Ich – ich?« fragte er, indem seine Aeuglein größer und immer größer wurden.
»Ja, Ihr. Ich würde natürlich auch von Euch schreiben.«
»Von mir? Etwa das, was ich tue, was ich rede?«
»Ja. Ich erzähle, was ich erlebt habe, und da ich mit Euch
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