»Ja. Ihr habt es mir doch vorhin geraten.«
»Das war vorhin; jetzt aber sind wir noch nicht miteinander fertig, Sir.«
»O doch!«
»Nein; ich habe noch mit Euch zu reden.«
»Ich aber mit Euch nicht, denn ich weiß nun, was ich wissen wollte.«
»Wissen wollte? Was denn?«
»Das, womit herauszurücken Ihr Euch bisher stets so sehr gesträubt habt.«
»Ich mich gesträubt? Da möchte ich denn doch wissen, was das ist. Heraus damit!«
»O, weiter nichts, als daß ich zum Westmanne wie geschaffen bin und jetzt schon mehr leiste als mancher Jäger, der zwanzig Jahre auf der Savanne herumgeritten ist.«
Da ließ er die Hand mit dem Schinkenstücke vollends niedersinken, hustete einige Male sehr verlegen und sagte dann:
»Alle – – Teufel – – –! Dieser junge Kerl – – dieses Greenhorn – – hat mich – – – – hm, hm, hm!«
»Gute Nacht, Sam Hawkens, schlaft wohl!« wiederholte ich und wendete mich um.
Da fuhr er mich an:
»Ja, schlaft ein, Ihr Galgenstrick! Das ist besser, als wenn Ihr wacht. Denn so lange Ihr die Augen offen habt, ist kein ehrlicher Kerl sicher, nicht von Euch an der Nase herumgeführt zu werden. Zwischen uns ist's aus! Mit mir habt Ihr's verdorben! Ich habe Euch nun durchschaut. Ihr seid ein Filou, vor dem man sich in acht zu nehmen hat!«
Das hatte er in seinem zornigsten Tone gesprochen. Nach diesen Worten und diesem Tone hätte ich eigentlich annehmen müssen, daß nun zwischen uns wirklich alles aus sei; aber schon nach einer halben Minute hörte ich ihn mit weicher, freundlicher Stimme hinzufügen:
»Gute Nacht, Sir; schlaft schnell, damit Ihr kräftig seid, wenn ich Euch wecke!«
Er war doch ein lieber, guter, ehrlicher Mensch, der alte Sam Hawkens! |