»Nicht? Warum?«
»Weil ich jede Person, welche ich bringen werde, genau so beschreiben muß, wie sie ist. Da will ich Euch doch lieber weglassen.«
»Nein, nein, ich will mit hinein ins Buch, partout mit hinein! Es ist jedenfalls auch besser, wenn Ihr die Wahrheit sagt. Wenn Ihr meine Fehler bringt, so mag das für die Leser, die ebenso dumm sind, wie ich bin, ein warnendes Beispiel zur Aufmunterung sein, hihihihi; ich aber, da ich nun weiß, daß ich gedruckt werde, werde mir alle Mühe geben, um dergleichen Fehler fernerhin zu vermeiden. Also, wir sind einverstanden?«
»Ja.«
»So wollen wir weiter!«
»Welcher Spur? Der abgezweigten?«
»Nein, dieser hier.«
»Ja; das wird Winnetou sein.«
»Woraus schließt Ihr das?«
»Dieser hier soll mit der Leiche langsamer nachfolgen; der Andere aber reitet voraus, um schnell Krieger zu versammeln; also wird er wohl der Häuptling sein.«
»Yes; stimmt; bin derselben Ansicht. Der Häuptling geht uns jetzt nichts an. Wir reiten nur seinem Sohne nach.«
»Warum diesem?«
»Weil ich wissen will, ob er doch noch Lager gemacht hat; darauf kommt es mir an. Also vorwärts, Sir!«
Es ging im Trabe weiter, ohne daß etwas Erwähnenswertes geschah. Auch die Beschreibung der Gegend, durch welche wir kamen, würde kein Interesse bieten. Erst eine Stunde vor Mittag hielt Sam an und sagte:
»Nun ist's genug; wir kehren um. Auch Winnetou ist die ganze Nacht hindurch geritten; sie haben also große Eile, und wir können ihren Angriff bald erwarten, vielleicht noch innerhalb der fünf Tage, die Ihr zu arbeiten habt.«
»Das wäre bös!«
»Allerdings. Hört Ihr auf, und machen wir uns aus dem Staube, so bleibt die Arbeit unvollendet; bleiben wir aber da, so werden wir überfallen, und die Arbeit wird doch nicht fertig. Wir müssen die Sache mit Bancroft ernstlich besprechen.« |