 | Winnetou in Fesseln für ein Kiowapferd. Da sind unsere Krieger fort, um Apachenpferde zu holen.«
Also richtig! Wer war schuld an dem Tode der bisher Gefallenen und an dem Blutvergießen, welches nun noch bevorstand? Weiße Pferdehändler, welche mit Brandy bezahlen wollten und die Kiowas förmlich auf den Pferderaub hingewiesen hatten! Ich hätte wohl meinem Herzen Luft gemacht, aber Sam winkte mir sehr energisch zu und erkundigte sich:
»Mein Bruder, der Fuchs, ist als Kundschafter ausgegangen?«
»Ja.«
»Wann folgen eure Krieger nach?«
»Sie sind um den Ritt eines Tages hinter uns.«
»Von wem werden sie angeführt?«
»Von Tangua, dem tapfern Häuptlinge selbst.«
»Wieviel Krieger hat er bei sich?«
»Zweimal hundert.«
»Und ihr glaubt, die Apachen zu überraschen?«
»Wir werden über sie kommen, wie der Adler über die Krähen, die ihn nicht gesehen haben.«
»Mein Bruder irrt. Die Apachen wissen es, daß sie von den Kiowas überfallen werden sollen.«
Der Fuchs schüttelte ungläubig den Kopf und antwortete:
»Woher sollten sie es wissen? Reichen ihre Ohren bis zu den Zelten der Kiowas?«
»Ja.«
»Ich verstehe meinen Bruder Sam nicht. Er mag mir sagen, wie er dieses Wort meint.«
»Die Apachen haben Ohren, welche gehen und auch reiten können. Wir haben gestern zwei solche Ohren gesehen, welche bei den Zelten der Kiowas gewesen sind, um zu lauschen.«
»Uff! Zwei Ohren? Also zwei Späher?«
»Ja.«
»Da muß ich augenblicklich zum Häuptling zurück. Wir haben nur zweihundert Krieger mitgenommen, weil wir nicht mehr brauchen, wenn die Apachen nichts ahnen. Wenn sie es aber wissen, so brauchen wir weit mehr.«
»Meine Brüder haben nicht alles reiflich überlegt. Intschu |
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