tschuna, der Häuptling der Apachen, ist ein sehr kluger Krieger. Als er sah, daß seine Leute vier Kiowas getötet hatten, sagte er sich, daß die Kiowas den Tod dieser Leute rächen würden, und machte sich auf, euch zu beschleichen.«
»Uff, uff! Er selbst?«
»Ja, er und sein Sohn Winnetou.«
»Uff, auch dieser! Hätten wir das gewußt, so wären diese beiden Hunde gefangen worden! Sie werden nun eine ganze Menge Krieger versammeln, um uns zu empfangen. Ich muß dies dem Häuptling sagen, damit er halten bleibt und noch mehr Krieger nachkommen läßt. Werden Sam und Old Shatterhand mit mir reiten?«
»Ja.«
»So mögen sie rasch ihre Pferde besteigen!«
»Nur langsam! Ich habe vorher noch sehr notwendig mit dir zu reden.«
»Das magst du mir unterwegs sagen.«
»Nein. Ich werde mit dir reiten, aber nicht zu Tangua, dem Häuptlinge der Kiowas, sondern du wirst mich nach unserem Lager begleiten.«
»Mein Bruder Sam irrt sich da sehr.«
»Nein. Höre, was ich dir sage! Wollt ihr Intschu tschuna, den Häuptling der Apachen, lebendig fangen?«
»Uff!« rief der Kiowa wie elektrisiert, und seine Leute spitzten die Ohren.
»Und seinen Sohn Winnetou dazu?«
»Uff, uff! Ist das denn möglich?«
»Es ist sehr leicht.«
»Ich kenne meinen Bruder Sam, sonst würde ich glauben, auf seiner Zunge wohne jetzt ein Scherz, den ich nicht dulden darf.«
»Pshaw! Ich spreche im Ernste. Ihr könnt den Häuptling und seinen Sohn lebendig fangen.«
»Wann?«
»Ich glaubte, in fünf, sechs oder sieben Tagen; nun aber weiß ich, daß es viel früher geschehen kann.«
»Wo?«
»Bei unserm Lager.« |