bündete seien und wir nun wegen der Apachen nicht länger Sorge zu hegen brauchten. Wir konnten, von den zweihundert Kiowas umgeben und beschützt, unsere Arbeit fortsetzen und überzeugt sein, daß der erwartete Ueberfall uns gar nichts schaden werde.
Die Kiowas wurden gastlich behandelt, bekamen tüchtig Bärenfleisch zu essen und ritten dann fort. Sie wollten die ganze Nacht unterwegs sein, um den Ihrigen die Botschaft so bald wie möglich zu bringen. Dann erst, als sie fort waren, kam Sam zu mir, legte sich neben mich hin und sagte in seinem gewöhnlichen überlegenen Tone:
»Ihr macht heut abend gar kein gutes Gesicht, Sir. Muß eine Störung zugrunde liegen, entweder der Verdauung oder der seelischen Eingeweide, hihihihi. Welches von beiden wird wohl das richtige sein. Glaube, das letztere. Nicht?«
»Allerdings!« antwortete ich nicht eben freundlich.
»So taut Euer Herz auf, und sagt mir, woran es ist! Werde Euch kurieren.«
»Sollte mir lieb sein, wenn Ihr das könntet, Sam; zweifle aber daran.«
»Ich kann es, ich kann es; darauf dürft Ihr Euch verlassen.«
»So sagt einmal, Sam, wie Euch Winnetou gefallen hat?«
»Ausgezeichnet. Euch doch auch!«
»Und Ihr wollt ihn in das Verderben stürzen! Wie hängt das zusammen?«
»Ins Verderben? Ich ihn? Das ist dem Sohne meines Vaters gar nicht eingefallen.«
»Aber er soll gefangen werden!«
»Allerdings.«
»Und das wird sein Verderben sein!«
»Glaubt doch nicht an Gespenster, Sir! Winnetou gefällt mir so, daß ich, wenn er sich in einer Gefahr befände, sofort und gern mein Leben wagen würde, ihn aus derselben zu befreien.«
»Warum aber lockt Ihr ihn da in die Falle?«
»Um uns vor ihm und seinen Apachen zu retten.«
»Und dann?«
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