während das Bett des Baches wohl meist halb trocken lag. Infolge des gestrigen Regens aber war er bis an die Ränder angefüllt. Zu diesem Teiche führte eine schmale, freie Savannenzunge, welche rechts und links von Bäumen und Sträuchern eingesäumt wurde. In das Wasser ragte eine Halbinsel hinein, auf welcher es auch Sträucher und Bäume gab; sie war da, wo sie mit dem Lande zusammenhing, schmal und verbreitete sich dann so, daß sie eine fast kreisrunde Gestalt annahm. Sie konnte mit einer Kasserole verglichen werden, welche mit ihrem Griffe am Lande hing. Jenseits des Teiches stieg eine sanfte Höhe an, welche dichter Wald bedeckte.
»Dies ist die Stelle, für welche sich unser Sam entschlossen hat,« sagte Stone, indem er mit Kennermiene um sich blickte. »Sie kann für das, was wir vorhaben, auch wirklich gar nicht besser passen.«
Das veranlaßte mich natürlich, mich nach allen Seiten umzusehen.
»Wo sind denn die Kiowas, Mr. Stone?« fragte ich ihn.
»Versteckt, sehr gut versteckt,« antwortete er. »Ihr könnt Euch die größte Mühe geben und werdet doch keine Spur von ihnen wahrnehmen, obgleich ich weiß, daß sie uns sehr gut sehen und scharf beobachten können.«
»Also wo?«
»Wartet nur, Sir! Erst muß ich Euch erklären, warum Sam, der Pfiffige, diesen Platz gewählt hat. Die Savanne, über welche wir jetzt gekommen sind, ist mit vielen einzelnen Büschen bestanden. Das macht es den Kundschaftern der Apachen leicht, uns unbemerkt zu folgen, weil sie durch diese Sträucher Deckung finden. Seht ferner die offene Graszunge, welche hierher führt. Ein Lagerfeuer, welches wir hier anbrennen, leuchtet über diese Zunge weg und in die Savanne hinein, über welche die Feinde kommen; es wird die Apachen also anlocken, und diese können sich uns ganz bequem nähern, wenn sie sich zwischen den Bäumen und Sträuchern halten, welche zu beiden Seiten dieser Zunge stehen. Ich sage euch, Mesch'schurs, wir konnten, um von den Roten überfallen zu werden, gar keinen bessern Platz finden!«
Sein langes, hageres, wetterhartes Gesicht glänzte dabei
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