»Wir haben die Leiche des Ermordeten hierhergebracht und auf den Tag der Rache aufbewahrt; dieser Tag ist heut angebrochen. Klekih-petra soll heut begraben werden und mit ihm der, der ihn ermordet hat. Mit ihm haben wir auch diejenigen gefangen, welche bei ihm waren, als die Tat geschah. Sie sind seine Freunde und Genossen und haben uns in die Hände der Kiowas geliefert; aber sie leugnen es. Bei allen andern roten Männern würde das, was wir von ihnen wissen, genügen, sie in den Martertod zu führen; wir aber wollen den Lehren unsers weißen Vaters Klekih-petra gehorchen und gerechte Richter sein. Da sie nicht zugeben, unsere Feinde gewesen zu sein, so wollen wir sie verhören, und ihr Schicksal soll nach dem bestimmt werden, was wir dabei erfahren. Meine Brüder und Schwestern mögen mir ihre Zustimmung erteilen!«
»Howgh!« erklang der Beifall rund umher.
»Hört, Sir, das klingt günstig für uns,« sagte da Sam zu mir. »Wenn sie uns verhören wollen, liegt die Sache gar nicht so schlimm für uns, wie wir gedacht haben. Ich hoffe, es gelingt uns, unsere Unschuld zu beweisen. Ich werde diesen Leuten alles so klar machen und sie so überzeugen, daß sie uns freilassen werden.«
»Sam, das bringt Ihr nicht fertig,« antwortete ich ihm.
»Nicht? Warum? Meint Ihr etwa, daß ich nicht reden kann?«
»O, das Sprechen hat man Euch wohl schon als Kind so nach und nach beigebracht; aber wir sind sechs Wochen hier gefangen gewesen, und während dieser ganzen, langen Zeit ist es Euch nicht gelungen, den Apachen eine bessere Meinung beizubringen.«
»Euch auch nicht, Sir!«
»Allerdings nicht, Sam, denn erst konnte ich nicht reden, und dann, als es mir wieder möglich war, die Zunge zu bewegen, hat sich kein einziger Roter bei mir sehen lassen. Ihr werdet also wohl zugeben, daß ich nicht einmal einen Versuch habe machen können, uns gegen einen der Häuptlinge zu verteidigen.«
»So macht ihn ja auch jetzt nicht!« |