 | Zweimal um das Leben gekämpft entkommen könnte, wäre es eine Schlechtigkeit von mir, meine Gefährten zu verlassen.«
Ich wurde losgemacht und bewegte die Arme, um ihre Beweglichkeit zu prüfen. Dann sagte ich:
»Es ist eine große Ehre für mich, mit dem berühmtesten Häuptlinge der Apachen um die Wette oder vielmehr um Leben und Tod zu schwimmen; aber für ihn ist es keine Ehre.«
»Warum nicht?«
»Weil ich kein Gegner für ihn bin. Ich habe zuweilen in einem Bache gebadet und mir dabei Mühe gegeben, nicht unterzugehen. Aber über einen so breiten, tiefen Fluß zu kommen, das getraue ich mir nicht.«
»Uff, uff! Das freut mich nicht. Ich und Winnetou sind die besten Schwimmer unsers Stammes; was bedeutet da ein Sieg über einen so schlechten Schwimmer!«
»Und du bist bewaffnet, und ich bin es nicht! Ich gehe also dem Tode entgegen, und meine Gefährten haben sich auch darauf gefaßt gemacht, zu sterben. Dennoch möchte ich gern wissen, wie ich mir diesen Kampf zu denken habe. Wer hat eher in das Wasser zu gehen?«
»Du!«
»Und du folgst mir nach?«
»Ja.«
»Und wann greifst du mich mit dem Tomahawk an?«
»Wann es mir beliebt,« antwortete er mir mit dem stolzen, ja verächtlichen Lächeln eines Virtuosen, der mit einem Stümper spricht.
»Das kann also auch schon im Wasser geschehen?«
»Ja.«
Ich tat, als ob ich immer unruhiger, besorgter und niedergeschlagener würde, und fragte weiter:
»Also du darfst mich töten. Ich dich auch?«
Er machte ein Gesicht, in welchem die sehr deutliche Antwort lag: "Armer Wurm, daran ist ja gar nicht zu denken! Diese Frage kann dir nur von der Todesangst eingegeben worden sein!" und sagte dann:
»Es ist ein Schwimmen und Kämpfen auf Tod und Leben; |
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